Zürcher Regierung will Lehrpersonen beim Impfen entgegenkommen


News Redaktion
Schweiz / 04.05.21 08:37

Die Zürcher Regierung ist bereit, den Lehrerinnen und Lehrern bei der Impfkampagne grundsätzlich entgegenzukommen. Wie genau, ist aber noch offen.

Lehrerinnen und Lehrer sind bei ihrer Arbeit besonders exponiert. Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) will ihnen bei der Impfkampagne deshalb grundsätzlich entgegenkommen. Wie genau, ist aber noch offen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)
Lehrerinnen und Lehrer sind bei ihrer Arbeit besonders exponiert. Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) will ihnen bei der Impfkampagne deshalb grundsätzlich entgegenkommen. Wie genau, ist aber noch offen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Die Zürcher Lehrerverbände fordern seit geraumer Zeit, dass sie bei der Impfkampagne prioritär behandelt werden. Schliesslich seien Lehrpersonen bei ihrer Arbeit besonders exponiert.

Die Zürcher Regierung unterstützt diese Forderung grundsätzlich. Aktuell gebe es aber keine Möglichkeit, Lehrpersonen bevorzugt zu impfen. Die Prioritäten seien vom Bund vorgegeben, sagte Bildungsdirektorin Silvia Steiner (Mitte) gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von SRF1 vom Dienstag.

Und dieser sehe nur beim Pflegepersonal eine Bevorzugung einer Berufsgruppe vor. Sobald die Impfkampagne im Kanton Zürich aber für die breite Bevölkerung geöffnet wird, was in etwa zwei Wochen der Fall sein sollte, will der Regierungsrat den Lehrerinnen und Lehrern ein Stück weit entgegenkommen.

Der Kanton wolle die Rahmenbedingungen für den Impfvorgang selber verbessern, sagte Steiner weiter. Möglich sei etwa, dass das Lehrpersonal einen Termin am Mittwochnachmittag erhalten würde. Die Regierung prüfe das derzeit. Spruchreif ist aber noch nichts.

Auch andere Berufsgruppen sollen bessere Impfbedingungen erhalten, etwa Polizisten oder Gefängnispersonal.

Für Christian Hugi, Präsident des Zürcher Lehrerinnen und Lehrerverbands (ZLV), ist die Aussage von Steiner grundsätzlich ein positives Signal, auch wenn es in anderen Kantonen schneller gehe. Er wünscht sich deshalb, dass der Kanton Zürich jetzt aufs Gas steht und vorwärts macht.

Im Kanton Bern beispielsweise können Lehrerinnen und Lehrer ab nächster Woche bevorzugt Termine buchen.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Johnsons Konservative gewinnen Nachwahl in Labour-Stammregion
International

Johnsons Konservative gewinnen Nachwahl in Labour-Stammregion

Erstmals seit Jahrzehnten hat die Konservative Partei des britischen Premierministers Boris Johnson der Labour-Partei das Unterhausmandat in der nordostenglischen Stadt Hartlepool abgejagt.

Vulkan Sinabung auf Sumatra spuckt kilometerhohe Aschesäule
International

Vulkan Sinabung auf Sumatra spuckt kilometerhohe Aschesäule

Der Vulkan Sinabung auf der indonesischen Insel Sumatra ist erneut ausgebrochen und hat eine fast drei Kilometer hohe Aschesäule in die Luft gespuckt.

Beschwerde des Kettensäge-Angreifers von Schaffhausen abgelehnt
Schweiz

Beschwerde des Kettensäge-Angreifers von Schaffhausen abgelehnt

Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Mannes abgelehnt, der im Juli 2017 in Schaffhausen zwei Personen mit einer Kettensäge verletzt hatte. Aufgrund einer psychischen Erkrankung war eine stationäre Massnahmen gegen ihn verhängt worden.

EU-Gipfel in Porto verpflichtet sich auf konkrete Sozialziele
International

EU-Gipfel in Porto verpflichtet sich auf konkrete Sozialziele

Wirtschaft ankurbeln, Jobs erhalten, Armut lindern: Beim Sozialgipfel in Portugal haben sich Vertreter der EU-Staaten, von Gewerkschaften und Arbeitgebern gemeinsam zu einem gerechten Aufschwung nach der Corona-Krise und zu einem sozialeren Europa bekannt.