VAT nach starkem Wachstum auch mit höherem Gewinn


News Redaktion
Wirtschaft / 04.03.21 08:02

Der Ostschweizer Vakuumventilhersteller VAT hat das starke Wachstum 2020 auch in eine deutlich höhere Profitabilität umgemünzt. Die Nachfrage im Bereich Halbleiter wird anhaltend stark erwartet und das Unternehmen will weiter zulegen.

Der Vakuumventilhersteller VAT ist im Jahr 2020 gewachsen und steigerte den Gewinn deutlich. Im laufenden Jahr rechnet VAT mit weiterem Wachstum.(Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)
Der Vakuumventilhersteller VAT ist im Jahr 2020 gewachsen und steigerte den Gewinn deutlich. Im laufenden Jahr rechnet VAT mit weiterem Wachstum.(Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER)

Die operative Profitabilität konnte dank des starken Wachstums klar gesteigert werden. Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA legte um 41 Prozent auf 217,2 Millionen Franken zu und die Gewinnmarge stieg auf 31,4 Prozent von 27,0 Prozent im Vorjahr, wie VAT am Donnerstag mitteilte. Der Nettogewinn erreichte 133,5 Millionen und lag damit um deutliche 78 Prozent höher.

Das kommt auch den Aktionären zugute. Die Dividende wird um 50 Rappen auf 4,50 Franken je Aktie angehoben. Mit dem vorgelegten Ergebnis hat VAT die Erwartungen der Analysten gut erfüllt.

Bereits bekannt waren das starke Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz. Die endgültigen Zahlen wurden mit 724,5 Millionen Franken (+24%) bei den Bestellungen und 692,4 Millionen beim Umsatz (+21%) bestätigt.

Die robuste Nachfrage im vierten Quartal habe zum Wachstum beigetragen, hiess es. Insbesondere das Ventilgeschäft für die Halbleiterindustrie und das Global Service-Segment waren stark. Geholfen hat auch die Produktion im neu in Betrieb genommenen Werk in Penang in Malaysia. Hier will VAT auch in Zukunft den Ausstoss noch deutlich steigern.

So konnten im Gesamtjahr Rekorde bei der EBITDA-Marge und beim Freien Cashflow verbucht werden, wie es weiter heisst. Trotz der weltweiten Covid-Pandemie habe man den führenden Marktanteil weiter ausgebaut. Eine Reihe von grundlegenden Trends wie Homeoffice und Wachstum des Onlinehandels seien durch die Pandemie verstärkt worden.

Auch das Internet der Dinge, Cloud Computing und künstliche Intelligenz seien damit wichtiger geworden und treiben den wichtigsten VAT-Markt, die Halbleiterindustrie. Technologische Entwicklungen mit neuen Bauarten bei Logik- und Speicherchips erfordern neue Produktionsplattformen und stützen die Nachfrage.

Im Display-Segment werden die Bedingungen weiter als schwierig angesehen. Das wird hauptsächlich auf den langsamen Umstieg von LCD-Displays auf die OLED-Technologie bei grossen Bildschirmen zurückgeführt. Auch die Sparten General Vacuum und Industrie hätten durch die Pandemie Nachfragerückgänge gespürt.

Für das Geschäftsjahr 2021 rechnet VAT mit weiterem Wachstum. Umsatz, operativer Gewinn, Marge und auch der Reingewinn dürften erneut zulegen. Für das erste Quartal stellt das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 180 bis 190 Millionen Franken in Aussicht.

(sda)


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