Studie prognostiziert Innovationspark Zürich riesige Wertschöpfung


News Redaktion
Schweiz / 17.02.21 09:36

Der auf einem Teil des Militärflugplatzes Dübendorf geplante Innovationspark Zürich (IPZ) soll dereinst eine gewaltige Wertschöpfung generieren. Laut einer Studie, welche die Stiftung IPZ selber in Auftrag gegeben hat, sollen es 2,4 Milliarden Franken pro Jahr werden.

Bisher ist vom Innovationspark Zürich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf nur der auffällige Informationspavillon aus Holz realisiert worden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Bisher ist vom Innovationspark Zürich auf dem Gelände des Militärflugplatzes Dübendorf nur der auffällige Informationspavillon aus Holz realisiert worden. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

2,4 Milliarden Franken soll der kumulierte volkswirtschaftliche Effekt betragen, den der Innovationspark für Kanton und Gemeinden generieren wird, wie IPZ bei der Studienpräsentation am Mittwoch bekannt gab. Davon sollen dereinst 1,9 Milliarden Franken direkt auf dem Gelände des Innovationsparks erwirtschaftet werden, der Rest über indirekte Effekte bei Zulieferern und im lokalen Gewerbe.

Erstellt wurde die Studie vom Schweizer Institut für Wirtschaftsforschung, BAK Economics. Wir haben die hohe Wertschöpfung für den Kanton Zürich bisher klar unterschätzt, kommentierte Peter Bodmer, Präsident der Stiftung IPZ, die positiven Resultate der Studie. Die Stiftung IPZ bezweckt den Aufbau und den Betrieb des Innovationsparks Zürich

Wie Michael Grass von BAK Economics erklärte, soll schon der Bau des Innovationsparks auf dem Flugplatz eine Wertschöpfung im Kanton von 450 Millionen Franken mit sich bringen. Zudem werden Tausende neue Arbeitsplätze prognostiziert. Auf dem Areal besteht ein Potential von bis zu 10500 Arbeitsplätzen, sagte der Wirtschaftsforscher. Weitere 3750 Stellen könnten ausserhalb des IPZ entstehen.

Positiv waren nicht nur die Zahlen, welche BAK präsentierte, sondern auch die Einschätzung des Vorhabens: Die konzeptionelle Ausrichtung stimme, habe gute Erfolgschancen und mache für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Zürich Sinn. Indem sich der IPZ als Verbindung zwischen Universitäten und Wirtschaft positioniere, schöpfe er die in der Region bestehenden Stärken voll aus.

Umgekehrt biete der Kanton Zürich dem Innovationspark ein grosses Entwicklungspotential, da sowohl Industrie als auch High-Tech dort überraschend schwach vertreten seien im schweizerischen Vergleich.

Gelobt wird von den BAK-Forschern der Fokus auf die Technologiebereiche Robotics und Mobility sowie auf Produktionstechnologien. Beide gehören innerhalb der sogenannten Zukunftstechnologien zu den überdurchschnittlich dynamischen Forschungsfeldern, sagte Studienleiter Grass. Zudem sei vor Ort bereits Know-How vorhanden.

Die Volkswirtschaftsdirektorin des Kantons Zürich, Carmen Walker Späh (FDP), sieht sich von den Resultaten der Studie bestätigt, wie die Volkswirtschaftsdirektion in einer Reaktion mitteile. Der Innovationspark werde den Wirtschaftsstandort Zürich deutlich stärken. Deshalb bleibe der Kanton am Vorhaben dran. Derzeit erarbeite eine Task Force einen Synthesebericht über die Weiterentwicklung des gesamten Flugplatzareals.

Die Pläne sind gross, die Situation verfahren: Auf etwa 400000 Quadratmetern sollen sich auf einem Teil des Militärflugplatzes Dübendorf dereinst Hochschulen und Unternehmen niederlassen. Das Vorhaben ist aber durch ein Gerichtsverfahren blockiert. Es geht um die Gültigkeit des Gestaltungsplanes für das Generationenprojekt. Aktuell befasst sich das Bundesgericht mit der Frage.

Auch bei der zivilaviatischen Nutzung des Militärflugplatzes geht es nicht vorwärts. Der Bund stellte das Umnutzungsverfahren ein und zog sich zurück.

Sichtbar steht von der geplanten Wiege neuer Pionierleistungen erst der Informationspavillon aus Holz. Der Innovationspark sei dennoch bereits operativ, betonte Stiftungspräsident Bodmer.

In ehemaligen Gebäuden des Flughafens seien bereits ETH und Uni Zürich eingezogen. Weitere zehn Firmen würden in einem Ausweichgebäude am Bahnhof Stettbach warten, dass sie einziehen könnten. Aber selbstverständlich können wir den entscheidenden Schritt erst machen, wenn wir bauen können, erklärte Bodmer.

(sda)


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