Starker Umsatzsprung bei weltgrössten Online-Plattformen


News Redaktion
Wirtschaft / 03.05.21 07:58

Die 13 grössten Online-Plattformen der Welt haben im vergangenen Jahr rasant zugelegt. Sie setzten 2020 Waren im Wert von 2,9 Billionen Dollar (2,4 Billionen Euro) um.

Starker Umsatzsprung bei weltgrössten Online-Plattformen. (Archiv) (FOTO: KEYSTONE/AP/Ross D. Franklin)
Starker Umsatzsprung bei weltgrössten Online-Plattformen. (Archiv) (FOTO: KEYSTONE/AP/Ross D. Franklin)

Das ist ein Plus von 20,5 Prozent, wie die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) am Montag in Genf berichtete. Im Jahr davor lag der Anstieg bei 17,9 Prozent.

Shopify aus Kanada war demnach Aufsteiger des Jahres: Die Firma verdoppelte ihr Geschäft nach diesen Zahlen praktisch auf 120 Milliarden Dollar. Der Anteil des E-Commerce am globalen Einzelhandelsumsatz stieg nach Schätzungen der Unctad im vergangenen Jahr von 16 auf 19 Prozent. Am höchsten sei der Anteil in Südkorea gewesen: 25,9 Prozent, gefolgt von China (24,4) und Grossbritannien (23,3). In den USA lag er bei 14 Prozent. Für Deutschland hatte die Unctad keine Daten vorliegen.

Die grösste Online-Handelsplattform der Welt war nach diesen Angaben 2020 die chinesische Firma Alibaba, gefolgt vom amerikanischen Anbieter Amazon und JD.com aus China. Insgesamt waren unter den 13 grössten Firmen sieben aus den USA, vier aus China sowie je eine aus Kanada (Shopify, Platz 5) und Japan (Rakuten, Platz 10).

Die weltweiten E-Commerce-Umsätze mit Waren und Dienstleistungen konnten jetzt erst für 2019 geschätzt werden: 26,7 Billionen Dollar nach Unctad-Angaben, vier Prozent mehr als 2018. Davon entfielen 4,9 Billionen Dollar auf den Online-Handel mit Verbrauchern (B2C - Business to Customer), der Rest, 82 Prozent, waren Geschäfte zwischen Unternehmen (B2B - Business to Business). Insgesamt machten B2B und B2C zusammen 30 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts aus.

US-Unternehmen machten mit B2B- und B2C-Geschäften mit Waren und Dienstleistungen nach Unctad-Schätzungen 2019 mit Abstand die grössten Umsätze: zusammen knapp 9,6 Billionen Dollar. Dahinter lagen Japan und China. Im Onlinehandel mit Verbrauchern (B2C) lag China mit 1,5 Billionen Dollar Umsatz vor den USA und - weit abgeschlagen - Grossbritannien. Deutschland lag jeweils auf Platz 7. Die Unctad gab die deutschen Gesamtumsätze für 2019 mit 524 Milliarden Dollar an, die im B2C-Geschäft mit 111 Milliarden Dollar.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Forschungscampus von Empa und Eawag in Dübendorf wird erweitert
Schweiz

Forschungscampus von Empa und Eawag in Dübendorf wird erweitert

Auf dem gemeinsamen Forschungscampus der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und der Eidgenössischen Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag) in Dübendorf haben die Bauarbeiten für ein neues Laborgebäude begonnen. Dies ist der erste Schritt zur Erweiterung des Forschungscampus.

Stardirigent Muti wünscht sich mehr Zuschauer für
International

Stardirigent Muti wünscht sich mehr Zuschauer für "Aida"

Der italienische Stardirigent Riccardo Muti sieht für sein bevorstehendes Konzert in der Arena di Verona keinen Grund, auf mehr Zuschauer zu verzichten.

US-Notenbank warnt vor Überschwang an den Börsen
Wirtschaft

US-Notenbank warnt vor Überschwang an den Börsen

Die US-Notenbank (Fed) warnt vor steigendem Übermut an den Finanzmärkten. Nach Einschätzung der Währungshüter ist die aktuelle Lage zwar in vielfacher Hinsicht besser als noch vor einem Jahr zu Beginn der Corona-Krise befürchtet.

Zwei Männer sterben bei einem Flugzeugabsturz in Oberramsern SO
Schweiz

Zwei Männer sterben bei einem Flugzeugabsturz in Oberramsern SO

Ein Kleinflugzeug ist am Samstag in Oberramsern SO abgestürzt. Dabei sind nach Angaben der Kantonspolizei Solothurn zwei Männer gestorben.