Sika kann neu beim Wiederaufbereiten von Altbeton CO2 binden


News Redaktion
Wirtschaft / 02.03.21 09:07

Der Baarer Bauchemiekonzern Sika ökologisiert das Wiederverwertungsverfahren von Altbeton. Bei dessen Recycling kann neuerdings CO2 gebunden werden, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Sika kann neu bei der Wiederaufbereitung von Beton CO2 binden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Sika kann neu bei der Wiederaufbereitung von Beton CO2 binden. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Beim neuen Verfahren wird Altbeton laut Sika auf einfache Weise in die Einzelteile Kiesel, Sand und Kalkstein zerlegt. Dabei wird gleichzeitig je Tonne zerkleinertes Beton-Abbruchmaterial rund 60 Kilogramm CO2 gebunden.

Sika lanciert die Neuerung unter dem Markennamen reCO2ver. Sie soll wesentlich zur Verkleinerung des ökologischen Fussabdrucks der Bauindustrie beitragen.

Mit dem neuen Verfahren könnten Betonabfälle künftig vollständig wiederverwertet werden und sollten so nicht mehr in Mülldeponien landen, teilte Sika mit. Bei den bisherigen Versuchen der Rezyklierung von Altbeton sei die Wiederverwertungsrate eher gering gewesen.

Sika verweist auf Daten der Europäischen Kommission, gemäss denen 25 bis 30 Prozent des Abfallvolumens in der EU aus Beton-Abbruchmaterial bestehen, wovon ein Grossteil wiederverwendet werden könnte. Besonders empfohlen werde das Recycling dieser Materialien im dicht bebauten Stadtgebiet, wo auch der Grossteil des Altbetons anfällt.

(sda)


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