Russlands Aussenminister Lawrow zu Gesprächen in Teheran


News Redaktion
International / 13.04.21 10:01

Der russische Aussenminister Sergej Lawrow ist am Dienstag in Teheran eingetroffen. Iranischen Angaben zufolge wird er ein langfristigen Abkommen zwischen Russland und dem Iran unterzeichnen.

ARCHIV - Sergej Lawrow (r), Außenminister von Russland, und sein Kollege Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister des Iran, bei einem früheren Treffen. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)
ARCHIV - Sergej Lawrow (r), Außenminister von Russland, und sein Kollege Mohammed Dschawad Sarif, Außenminister des Iran, bei einem früheren Treffen. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Alexander Zemlianichenko)

Bei den Gespräche mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif und später auch mit Präsident Hassan Ruhani geh es laut Nachrichtenagentur IRNA auch um die Verhandlungen zur Rettung des Wiener Atomabkommens von 2015, die diese Woche in Wien fortgesetzt werden.

Russland zählt zu den Ländern, die sich um die Rettung des Abkommens bemühen, das 2015 zwischen dem Iran, den fünf UN-Vetomächten und Deutschland in Wien geschlossen wurde. Seit vergangener Woche laufen dazu Verhandlungen. Die USA hatten das Abkommen im Mai 2018 einseitig verlassen. In den laufenden Atomgesprächen geht es um die Bedingungen für eine Rückkehr.

Voraussichtlich wird auch der Cyber-Angriff auf die Atomanlage Natans in Zentraliran zur Sprache kommen. Die Führung in Teheran spricht von einem Terrorakt und macht Erzfeind Israel dafür verantwortlich.

Vor Russland hatte der Iran Ende März bereits mit China ein Kooperationsabkommen mit einer Laufzeit von 25 Jahren unterzeichnet. Damit ist der Weg frei für Investitionen Chinas in Milliardenhöhe. Im Gegenzug will der Iran Öl zu günstigen Preisen liefern. Auch eine Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet soll geplant sein.

Da auch der neue US-Präsident Joe Biden die gegen den Iran verhängten Sanktionen kurzfristig nicht aufheben will, richtet sich die Führung in Teheran mehr nach China und Russland aus.

(sda)


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