Opposition in Belarus ruft zu neuen Protesten gegen Lukaschenko auf


News Redaktion
International / 03.05.21 10:19

Die Opposition in Belarus (Weissrussland) plant einem Bericht zufolge neue Proteste gegen Machthaber Alexander Lukaschenko. Er werde die Bevölkerung über die sozialen Netzwerke aufrufen, am 9. Mai auf die Strasse zu gehen, sagte der in Polen lebende frühere Kulturminister Pawel Latuschko dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). Am kommenden Sonntag will die Ex-Sowjetrepublik ebenso wie Russland mit einer Militärparade an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 76 Jahren erinnern.

Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, besucht einen orthodoxen Ostergottesdienst in der Stadt Turau, etwa 270 km südlich von Minsk. Foto: Maxim Guchek/POOL BelTa/AP/dpa (FOTO: Keystone/POOL BelTa/AP/Maxim Guchek)
Alexander Lukaschenko, Präsident von Belarus, besucht einen orthodoxen Ostergottesdienst in der Stadt Turau, etwa 270 km südlich von Minsk. Foto: Maxim Guchek/POOL BelTa/AP/dpa (FOTO: Keystone/POOL BelTa/AP/Maxim Guchek)

Nach den Massenprotesten im Spätsommer und Herbst vergangenen Jahres gibt es seit Monaten allenfalls noch kleinere Aktionen. Zehntausende Menschen wurden zeitweise festgenommen. Immer wieder gingen Sicherheitskräfte brutal gegen Demonstranten vor. Latuschko gehört dem Koordinierungsrat der Opposition an, der einen friedlichen Machttransfer in Belarus zum Ziel hat.

Hintergrund des Unmuts in Teilen der Bevölkerung ist die weithin als gefälscht geltende Präsidentenwahl im vergangenen August. Lukaschenko hatte sich dabei mit 80,1 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklären lassen. Die EU erkennt ihn nicht als Präsidenten an und hat gegen den Machtapparat in Minsk Sanktionen verhängt. Der Staatschef stützt sich aber nach wie vor auf Russland als wichtigsten Verbündeten.

(sda)


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