Oerlikon mit Umsatz- und Gewinnsteigerung im ersten Quartal


News Redaktion
Wirtschaft / 04.05.21 09:11

Der Industriekonzern Oerlikon hat im ersten Quartal 2021 von einer Erholung in den Industriemärkten und der starken Nachfrage im Bereich Polymer-Verarbeitung profitiert.

Der Industriekonzern Oerlikon hat deutlich im ersten Quartal wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)
Der Industriekonzern Oerlikon hat deutlich im ersten Quartal wieder deutlich mehr Aufträge erhalten. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER)

Der Auftragseingang erholte sich deutlich und auch das operative Ergebnis war klar besser als im Vorjahr, als bereits starke Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren waren.

Der Umsatz insgesamt erholte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,2 Prozent auf 568 Millionen Franken, wie Oerlikon am Dienstag mitteilte. Der Auftragseingang lag rund 34 Prozent höher auf 643 Millionen. Der Auftragsbestand per Ende März erreichte damit 678 Millionen, verglichen mit 545 Millionen vor Jahresfrist.

Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA verbesserte sich um 46 Prozent auf 88 Millionen Franken und die entsprechende Marge kletterte auf 15,6 Prozent von 11,4 Prozent im Vorjahr. Der EBIT lag mit 39 Millionen (VJ 9 Mio) fast viermal so hoch. Mit dem Quartalsausweis hat das Unternehmen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen.

Die beiden Segmente des Konzerns schnitten dabei unterschiedlich ab. Das Geschäft mit Oberflächenlösungen, Surface Solutions, ging sowohl beim Auftragseingang (-1,9% auf 327 Mio Fr.) als auch beim Umsatz (-6,3% auf 304 Mio Fr.) weiter zurück. In den kurzzyklischen Märkten Automobilbau, Werkzeuggeschäft und allgemeine Industrie habe man jedoch eine Umsatzerholung gesehen. Die Nachfrage sei gestiegen und das Book-to-Bill-Verhältnis liege über 1. Das operative Ergebnis (EBITDA) der Sparte lag mit 54 Millionen 32 Prozent über dem Vorjahr.

Demgegenüber stieg der Auftragseingang bei Polymer Processing (zuvor Manmade Fibers) mit 315 Millionen Franken um mehr als das doppelte. Im Vorjahr hatte die Pandemie den wichtigen chinesischen Markt bereits voll getroffen. Auch der Umsatz war hier mit plus 29 Prozent auf 263 Millionen klar höher. Das sei hauptsächlich der Entwicklung in Indien und China zu danken. Das Betriebsergebnis EBITDA stieg um 77 Prozent auf 33 Millionen.

Die Guidance für das laufende Jahr wird bestätigt. Das Management rechnet mit einer Erholung der Märkte und mit Wachstum. Es wird ein Umsatz von 2,35 bis 2,45 Milliarden Franken erwartet und eine EBITDA-Marge nach Investitionen und Wachstumsinitiativen von 15,5 bis 16,0 Prozent in Aussicht gestellt.

(sda)


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