Neuer Ärger für Johnson: Belästigungsvorwürfe gegen Abgeordneten


News Redaktion
International / 01.07.22 10:57

Die Serie an Sex-Skandalen bei den britischen Konservativen reisst nicht ab.

Für Premierminister Boris Johnson ist der Fall Chris Pincher heikel - er soll seit Monaten von Vorwürfen gegen den Abgeordneten gewusst haben. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Bernat Armangue)
Für Premierminister Boris Johnson ist der Fall Chris Pincher heikel - er soll seit Monaten von Vorwürfen gegen den Abgeordneten gewusst haben. Foto: Bernat Armangue/AP/dpa (FOTO: Keystone/AP/Bernat Armangue)

Nachdem bereits zwei Abgeordnete der Regierungspartei wegen sexuellen Fehlverhaltens zurücktreten mussten, gibt es nun einen weiteren Fall: Der Abgeordnete Chris Pincher legte sein Amt als für die Fraktionsdisziplin zuständiger "Einpeitscher" ("Whip") nieder, nachdem berichtet wurde, dass er im betrunkenen Zustand zwei Männer in einem exklusiven Club in London begrapscht haben soll. "Ich habe bei Weitem zu viel getrunken", schrieb Pincher an Premierminister Boris Johnson. Sein Mandat als Abgeordneter will er aber behalten.

Johnson, der erst am Donnerstag von einer Serie internationaler Gipfeltreffen nach Hause kam, muss sich damit gleich mit dem nächsten Skandal auseinandersetzen. Der Premier steht seit Monaten wegen seiner Rolle bei illegalen Partys im Regierungssitz Downing Street während des Corona-Lockdowns unter Druck. Für den Premierminister ist der Fall zudem heikel, weil er einem Bericht der Webseite "Politico" bereits seit Monaten über ähnliche Vorwürfe gegen Pincher gewusst haben soll.

Sollte sich herausstellen, dass die neuen Belästigungsvorwürfe wahr sind, stünde womöglich bald eine weitere Nachwahl an. Die beiden Nachwahlen nach dem Rücktritt der zwei Tory-Abgeordneten hatten die Konservativen krachend verloren.

(sda)


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