Mitfavorit Italien zum EM-Auftakt von Wundertüte Türkei gefordert


News Redaktion
Sport / 11.06.21 06:33

Zum Auftakt der EM-Endrunde 2021 trifft in der Schweizer Gruppe A Mitfavorit Italien auf Aussenseiter Türkei. So klar wie in der Aussenwahrnehmung dürfte die Partie in Rom nicht werden.

Strotzt vor Selbstvertrauen: Italiens Nationalcoach Roberto Mancini will mit seinem Team in den Final ins Wembley (FOTO: KEYSTONE/EPA PAP/ADAM WARZAWA)
Strotzt vor Selbstvertrauen: Italiens Nationalcoach Roberto Mancini will mit seinem Team in den Final ins Wembley (FOTO: KEYSTONE/EPA PAP/ADAM WARZAWA)

Es sind unterschiedliche Strategien, mit denen Italiens Nationalcoach Roberto Mancini und der türkische Cheftrainer Senol Günes einen erfolgreichen Auftakt an der EM anpeilen. Auf der einen Seite ist da der 56-jährige Mancini, der schon vor der ersten absolvierten Spielminute an der EM-Endrunde vom Final im Londoner Wembley fabulierte und sich mit markigen Worten in einem offenen Brief an das eigene Volk richtete.

Dem personalisierten, italienischen Selbstvertrauen gegenüber steht am Freitag Senol Günes, mit 69 Jahren der älteste Trainer des Turniers und in Sachen Ambitionen um einiges zurückhaltender als Mancini. Die Türkei sei hinter Italien - soweit noch verständlich - der Schweiz und Wales - hier wird es weniger einleuchtend - der Aussenseiter in Gruppe A, findet Günes. Dabei bezieht er sich auf die nicht immer nachvollziehbare FIFA-Weltrangliste, in der die Türkei nur auf dem 29. Rang geführt wird.

Im Eröffnungsspiel der um ein Jahr verschobenen paneuropäischen EM ist die Favoritenrolle demnach klar verteilt. Italien hat sich vom desaströsen Verpassen der WM 2018 in Russland längst erholt, 27 Spiele ohne Niederlage zeugen von der Rückkehr zu alter Kraft. Zwar führen die Italiener gemäss Aussage von Routinier Leonardo Bonucci keinen Weltstar in ihre Reihen, doch habe gegen grosse Mannschaften das Team den Unterschied gemacht.

Günes Team hielt sich derweil zuletzt mit Mühe in den Testspielen gegen Aserbaidschan (2:1), Guinea (0:0) und Moldawien (2:0) einigermassen schadlos. Nur sind solche Resultate bezeichnend für das türkische Nationalteam, dessen Leistungen von Spiel zu Spiel variieren können wie sonst nirgendwo. In der EM-Qualifikation war die Türkei gegen Weltmeister Frankreich zweimal ohne Niederlage geblieben, hatte dafür gegen Island in zwei Spielen nur einen Punkt gesammelt. Und vor der durchzogenen Länderspiel-Serie letzten Monat wurde in der WM-Qualifikation die Niederlande mit 4:2 besiegt. Es ist also logisch, begibt sich Günes mit seinem Team in der Gruppe A in die Aussenseiter-Rolle: Sie scheint der Türkei zu liegen.

Türkei - Italien

Freitag, 21.00 Uhr. - Stadio Olimpico, Rom. - SR Makkelie (NED).

Türkei: 23 Cakir; 2 Celik, 3 Demiral, 4 Söyüncü, 13 Meras; 5 Yokuslu; 9 Karaman, 6 Tufan, 11 Yazici, 10 Calhanoglu; 17 Yilmaz.

Italien: 21 Donnarumma; 24 Florenzi, 19 Bonucci, 3 Chiellini, 4 Spinazzola; 18 Barella, 8 Jorginho, 5 Locatelli; 11 Berardi, 17 Immobile, 10 Insigne.

(sda)


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