Merkel "dankbar" für ihre Zeit an der CDU-Spitze


Roman Spirig
Schweiz / 06.12.18 18:02

Vor der Neuwahl des CDU-Vorsitzes hat sich Angela Merkel "dankbar" für ihre Zeit als Parteivorsitzende gezeigt. Sie sei "gespannt" auf die Wahl ihres Nachfolgers, sagte Merkel in Hamburg. "Das ist Demokratie pur, wenn Auswahl besteht."

Merkel dankbar für ihre Zeit an der CDU-Spitze  (Foto: KEYSTONE / EPA / DAVID HECKER)
Merkel dankbar für ihre Zeit an der CDU-Spitze (Foto: KEYSTONE / EPA / DAVID HECKER)

Auf dem CDU-Parteitag in Hamburg wählen die Delegierten am Freitag den Nachfolger Merkels, die seit mehr als 18 Jahren den Vorsitz inne hat. "Das ist eine lange, lange Zeit und in dieser Zeit hat die CDU natürlich Höhen und Tiefen erlebt", sagte Merkel.

"Aber sie hat auch die Bundestagswahl viermal so gestalten können, dass wir die Bundeskanzlerin stellen." Sie sei dankbar für diese Zeit und freue sich, noch weiter als Bundeskanzlerin arbeiten zu können.

Jetzt sei aber der Zeitpunkt gekommen, die Vorbereitungen für die nächste Bundestagswahl zu treffen, sagte Merkel. "Das wird ein besonderer Parteitag sein, Wahlparteitage sind immer besondere Parteitage."

Um die Nachfolge Merkels bewerben sich CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn, der jedoch als Aussenseiter gilt. Zuletzt hatten sich prominente CDU-Vertreter für Kramp-Karrenbauer oder Merz ausgesprochen.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagte etwa, eine Wahl von Merz sei "das Beste für das Land." Diese Äusserung wurde auch als Distanzierung von Merkel verstanden.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier kritisierte Schäuble wegen dessen Wahlempfehlung für Merz. Der Vorstoss von Schäuble habe ihn überrascht und gewundert, damit sei der "Damm gebrochen", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post" und bekundete seine Sympathie für Kramp-Karrenbauer.

Merkel wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Positionierungen äussern. Die Äusserungen vor der Wahl hätten sich alle im Rahmen von Meinungsfreiheit und Demokratie abgespielt.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Oberägeri: Kleiner Bub mit aufmerksamem Schutzengel
Regional

Oberägeri: Kleiner Bub mit aufmerksamem Schutzengel

Ein kleiner Bub ist am Mittwochnachmittag in Oberägeri seitlich gegen einen fahrenden Linienbus gerannt. Sein Schutzengel war jedoch rechtzeitig zur Stelle: Der 6-Jährige verletzte sich nur leicht. Er wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht.

Glarner Regierung verschiebt Einführung von E-Voting
Regional

Glarner Regierung verschiebt Einführung von E-Voting

Die National- und Ständeratswahlen im Glarnerland werden nächstes Jahr ohne die Möglichkeit von E-Voting abgehalten. Die Regierung verschiebt die geplante Einführung der elektronischen Abstimmung.

Zehn Jahre offene Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz
Schweiz

Zehn Jahre offene Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz

Vor zehn Jahren wurde die Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz geöffnet. Daran haben der Kreuzlinger Stadtpräsident Thomas Niederberger und der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt an der "Kunstgrenze" erinnert.

Wenige Schweizer an Strassburger Weihnachtsmarkt
International

Wenige Schweizer an Strassburger Weihnachtsmarkt

Lediglich ein Handvoll Kunden des Schweizer Carunternehmens Eurobus waren am Dienstag in Strassburg als ein Anschlag in der Nähe des Weihnachtsmarktes verübt wurde. Verletzt wurde niemand. Vom Ereignis gar nicht betroffen ist nach eigenen Angaben Twerenbold Reisen.