Luzerner Winzer freuen sich über Rekordernte


Roman Spirig
Regional / 04.12.18 14:02

Der regenarme und sonnig Sommer hat den Luzerner Weinbauern eine Rekordernte beschert. Die Menge, der Ertrag pro Fläche und der Zuckergehalt waren seit der Einführung der Weinlesekontrolle 1981 noch nie so hoch. Zeitweise war es schwierig, die grossen Mengen zu verarbeiten.

Luzerner Winzer freuen sich über Rekordernte  (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)
Luzerner Winzer freuen sich über Rekordernte (Foto: KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER)

Für die Luzerner Winzer sei das Weinjahr 2018 optimal verlaufen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Als Grund nannte sie das niederschlagsarme, sonnige und warme Wetter, das ab Mitte April bis zum Ende der Ernte geherrscht hatte.

Die älteren Reben kamen mit der Trockenheit gut zurecht. Junge Pflanzen mussten dagegen teilweise bewässert werden. Pflanzenkrankheiten und -schädlinge seien kaum ein Thema gewesen, teilte die Staatskanzlei mit.

Geerntet wurden 574 Tonnen Trauben, wobei die weissen Trauben überwogen. Der bisherige Rekordwert von 373 Tonnen im 2016 wurde deutlich übertroffen. Die Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald erfasste 50 Sorten auf einer Fläche von 64 Hektaren. Erhoben wurden 49 Betriebe.

95 Prozent der Trauben wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung AOC Luzern verarbeitet. Der 2018 gekelterte Tropfen hat nach Angaben der Staatskanzlei das Potenzial zum Rekordwein. Die gemessenen Zuckergehalte lagen zwar auf dem Niveau des Ausnahmejahres 2003. Wegen des hohen Reifegrads, der guten Säurewerte und der kühleren Nächte sei das Potenzial für herausragende Weine aber besser als damals.

Die grosse Ernte führte auch zu Problemen. Es hätten Erntegebinde und Tanks angeschafft, zum Teil auch neue Räume zur Kelterung bezogen werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Das Rebjahr 2018 habe gezeigt, dass die Kapazitäten in den Keltereien erhöht und die Infrastruktur an die neuen Mengen angepasst werden müssten.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

FIFA sperrt Chelsea für zwei Transferperioden
Sport

FIFA sperrt Chelsea für zwei Transferperioden

Der FC Chelsea darf laut der FIFA in den nächsten zwei Transferperioden und somit bis zum Sommer 2020 keine Transfers tätigen. Zudem muss er eine Busse von 600'000 Franken bezahlen. Der Klub kündigte an, gegen das Urteil des Weltverbands Rekurs einzulegen.

Gut-Behrami und Suter wiederum vorne dabei
Sport

Gut-Behrami und Suter wiederum vorne dabei

Lara Gut-Behrami und Corinne Suter untermauerten ihre Podest-Ambitionen beim Weltcup in Crans-Montana im zweiten Abfahrtstraining. Gut-Behrami reihte sich mit einem Torfehler auf Platz 4 ein, Suter wurde Fünfte.

Lohn von Sika-Chef Paul Schuler beträgt 3,87 Millionen Franken
Wirtschaft

Lohn von Sika-Chef Paul Schuler beträgt 3,87 Millionen Franken

Sika-Chef Paul Schuler hat 2018 einen Lohn von 3,87 Millionen Franken bekommen. Das ist mehr als die 3,37 Millionen, die er 2017 erhalten hatte. Schuler übernahm den Chefposten allerdings erst im Juli 2017, zuvor war er Regionalleiter für Europa, Naher Osten und Asien und Mitglied der Konzernleitung gewesen.

Sika mit Rekord-Gewinn
Wirtschaft

Sika mit Rekord-Gewinn

Rekord mit Ankündigung: Die Zuger Bauchemieherstellerin Sika hat 2018 das beste Resultat der Unternehmensgeschichte erzielt. Zum Wachstum trugen alle Regionen, Investitionen in neue Fabriken und Ländergesellschaften sowie nicht zuletzt vier Übernahmen bei.