Lindt&Sprüngli erleidet 2020 wegen Corona einen Gewinneinbruch


News Redaktion
Wirtschaft / 02.03.21 07:38

Beim Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat die Coronakrise 2020 den Gewinn einbrechen lassen. Trotz allem sollen die Aktionäre sowohl in den Genuss einer Dividende als auch eines Aktienrückkaufprogramms kommen.

Beim Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat die Coronakrise 2020 den Gewinn einbrechen lassen. Dieses Jahr soll es bei Umsatz und Gewinn wieder kräftig aufwärts gehen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/WALTER BIERI)
Beim Schokoladenkonzern Lindt&Sprüngli hat die Coronakrise 2020 den Gewinn einbrechen lassen. Dieses Jahr soll es bei Umsatz und Gewinn wieder kräftig aufwärts gehen. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Zudem soll es dieses Jahr bei Umsatz und Gewinn wieder kräftig aufwärts gehen. Unter dem Strich sackte der Gewinn um rund 37 Prozent ab auf noch 320,1 Millionen Franken, wie der Edelschokoladenhersteller in einem auf seiner Website veröffentlichten Dokument am Montagabend mitteilte. Damit fiel das Unternehmen sogar noch weiter zurück als im Jahr 2014. Damals wies Lindt&Sprüngli einen Gewinn von 342,6 Millionen aus.

Analysten hatten mit einem ganz leicht höheren Reingewinn gerechnet. Die Aktionäre sollen nun trotzdem eine Ausschüttung von 110 Franken je Partizipationsschein oder 1100 Franken je Namenaktie erhalten. Im Vorjahr hatten sie dank einer Sonderdividende noch insgesamt 1750 Franken pro Namenaktie bekommen. Mit der Dividende übertraf Lindt sogar die kühnsten Erwartungen der Analysten.

Darüber hinaus legt Lindt ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von maximal 750 Millionen Franken auf. Der Verwaltungsrat begründete dies in der Mitteilung mit der hohen Liquidität, der soliden Bilanz und dem kontinuierlich hohen Geldfluss.

Auf operativer Ebene ging der Gewinn um knapp 30 Prozent auf 420,3 Millionen Franken zurück, was einer Marge von 10,5 Prozent entspricht. Lindt hatte bereits angekündigt, dass die Marge bei rund 10 Prozent liegen werde. Zuletzt lag die Profitabilität 2009 mit ebenfalls 10,5 Prozent gleich tief.

2019 hatte der Lindorkugeln-Hersteller noch 13,2 Prozent an seinen Schokoladenverkäufen verdient, Restrukturierungskosten in den USA herausgerechnet sogar 15,0 Prozent.

Dieses Niveau von 15 Prozent will das sonst so erfolgsverwöhnte Unternehmen im Jahr 2022 wieder erreichen. Danach soll die Marge gemäss mittelfristiger Vorgabe wieder um 20 bis 40 Basispunkte jährlich gesteigert werden. Für 2021 erwartet die Schokoladenfirma derweil eine Betriebsgewinnmarge von 13 bis 14 Prozent.

Für das laufende Jahr prognostiziert das Management ausserdem ein organisches Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent, mittel- bis langfristig soll es dann wieder mit 5 bis 7 Prozent aufwärts gehen.

2020 hatte Corona ein Einnahmenloch von fast einer halben Milliarde Franken oder 11 Prozent in die Lindt-Kassen gerissen. Lindt setzte noch rund 4 Milliarden Franken um, wie das Unternehmen im Januar bekannt gegeben hatte. Zwar geht ein Teil der Einbussen auf Wechselkursverluste zurück.

Doch auch zu konstanten Wechselkursen gab der Umsatz organisch um 6,1 Prozent nach. Es war die erste organische Umsatzeinbusse seit über 25 Jahren.

In Zukunft sollen unter anderem weitere Investitionen ins Online-Geschäft das Wachstum weiter ankurbeln. So plant Lindt die Lancierung neuer eigener Onlineshops, Unternehmensgeschenk-Plattformen oder Aboprogramme in verschiedenen Ländern.

(sda)


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