ISAF-Sensation: Nick Alpiger düpiert sämtliche Favoriten


Roman Spirig
Schwingen / 07.07.19 18:40

Nicht einer der grossen Favoriten, sondern Nick Alpiger gewann das Innerschweizer Schwingfest in Flüelen. Der 22-jährige Aargauer besiegte im Schlussgang Christian Schuler und kam so zum grössten Erfolg seiner Karriere.

ISAF-Sensation: Nick Alpiger düpiert sämtliche Favoriten (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)
ISAF-Sensation: Nick Alpiger düpiert sämtliche Favoriten (Foto: KEYSTONE / ALEXANDRA WEY)

Alpigers Sieg war hochverdient, duellierte er sich doch mit fünf Eidgenossen. Andi Imhof, Reto Nötzli und Nichteidgenosse Damian Egli bezwang er, anschliessend stellte er im ersten Aufeinandertreffen mit Schuler. Schon in diesem Duell hatte der Lenzburger Vorteile. Gegen den nach vier Gängen führenden Benji von Ah sicherte sich Alpiger dann die Teilnahme am Schlussgang. In diesem dauerte es keine 30 Sekunden, ehe Schuler auf dem Rücken lag. Alpiger hatte einen Kurzangriff des Schwyzern mit einem Lätz gekontert.

Mit seinem fünften Kranzfestsieg seiner Karriere düpierte Alpiger in Flüelen sämtliche Favoriten. Der Aargauer Gastschwinger, der in dieser Saison bereits das Baselstädtische gewonnen hat, gehörte beim stark besetzten Innerschweizer Schwingfest zwar zum erweiterten Favoritenkreis, ein Sieg hätte ihm aber nur die Wenigsten zugetraut. Sechs Jahre nach Bruno Gisler (2013 in Emmen) gelang den Nordwestschweizern damit wieder der Sieg am Innerschweizer Teilverbandsfest.

Zu den grossen Geschlagenen in Flüelen gehörten Armon Orlik, Joel Wicki und Pirmin Reichmuth. Orlik (gegen Reichmuth) und Wicki (gegen Kilian von Weissenfluh) stellten zwar zum Auftakt, gewannen danach aber sämtliche Duelle. Den beiden fehlten aber die Noten für den Einzug in den Schlussgang. So beendete Orlik nach zuvor fünf Siegen erstmals in diesem Jahr ein Kranzfest nicht zuoberst auf dem Podest - der Bündner wurde hinter dem Luzerner Joel Wicki Dritter.

Reichmuth, neben Wicki der zweite grosse Trumpf der Innerschweizer, war schon am Mittag mit einem Gestellten gegen Orlik und einer Niederlage im 3. Gang gegen Von Ah zurückgebunden. Für den Zuger, der in dieser Saison schon das Zuger, Urner und Luzerner Kantonalfest für sich entschieden hat, war es 2019 die erste Niederlage überhaupt.

(sda)


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