Immerhin eine aus den Bergen gewählt: Gedämpfte Enttäuschung in Uri


Roman Spirig
Regional / 05.12.18 10:03

Die Unterstützer der Urner Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen sind enttäuscht über den Ausgang der Wahlen. Wichtig sei aber, dass mit der Walliserin Viola Amherd auch eine Frau aus einem Bergkanton in den Bundesrat gewählt worden sei, sagte der Urner Landammann Roger Nager (FDP) der Nachrichtenagentur Keystone-sda.

Immerhin eine aus den Bergen gewählt: Gedämpfte Enttäuschung in Uri  (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)
Immerhin eine aus den Bergen gewählt: Gedämpfte Enttäuschung in Uri (Foto: KEYSTONE / MARCEL BIERI)

Nager zeigte sich über den Ausgang der Wahl ernüchtert. Dass der Entscheid schon im ersten Wahlgang und so deutlich ausgefallen sei, sei für ihn eine Überraschung. Es sei aber ein Erfolg für Uri, dass der Kanton überhaupt eine offizielle Bundesratskandidatur habe stellen können. Diese habe eine grosse Berichterstattung ausgelöst.

Auch der Urner CVP-Präsident Flavio Gisler zeigte sich enttäuscht. Es habe einfach nicht klappen wollen, sagte er auf Anfrage. Entscheidend sei wohl gewesen, dass Z'graggen im Gegensatz zu Amherd nicht im eidgenössischen Parlament und dort weniger gut vernetzt sei.

Pragmatisch zeigte sich der Urner alt FDP-Nationalrat Franz Steinegger. Uri lebe seit 1848 ohne eigenen Bundesrat und werde auch dies überstehen, sagte er. Dass es eine Urnerin auf das offizielle Bundesratsticket gebracht habe, sei der höchste Gipfel, der bislang erreicht worden sei. Über den Furka-Pass gratuliere er der gewählten Viola Amherd.

(sda)


Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

International

"Divers" künftig als drittes Geschlecht im Geburtenregister wählbar

Als drittes Geschlecht kann in Deutschland künftig "divers" in das Geburtenregister eingetragen werden. Die vom Bundestag am Donnerstagabend beschlossene Gesetzesänderung billigte der Bundesrat, die Länderkammer. Bisher gibt es die Möglichkeiten, "weiblich", "männlich", und "ohne Angaben" zu wählen.

International

"I Shot the Sheriff" nach Tod von Attentäter Chérif Chekatt

Während einer Sondersendung zum Tod des Strassburg-Attentäters Chérif Chekatt ist es beim französischen Fernsehsender BFMTV zu einer makaberen Panne gekommen: Etwa eine Minute lang ertönte am späten Donnerstagabend Bob Marleys "I Shot the Sheriff" über den Kanal. Chekatt war kurz zuvor von Polizisten in Strassburg erschossen worden.

Zahl der Toten nach Anschlag in Strassburg auf vier gestiegen
International

Zahl der Toten nach Anschlag in Strassburg auf vier gestiegen

Drei Tage nach dem Anschlag in Strassburg hat sich die Zahl der Todesopfer auf vier erhöht: Ein weiterer Mensch erlag am Freitag seinen schweren Verletzungen, wie die Staatsanwaltschaft in Paris mitteilte. Derweil fahndeten die französischen Ermittler weiter nach möglichen Komplizen des Attentäters. Sieben Personen sind in Polizeigewahrsam.

Letzter Auftritt für Zuger Regierungsräte - Weichelt geht wehmütig, Michel mit Humor und Hürlimann kritisch
Regional

Letzter Auftritt für Zuger Regierungsräte - Weichelt geht wehmütig, Michel mit Humor und Hürlimann kritisch

Die drei abtretenden Zuger Regierungsräte Manuela Weichelt-Picard (ALG), Urs Hürlimann (FDP) und Matthias Michel (FDP) haben am Donnerstag ihren Abschied im Kantonsrat gegeben.