Griechischer Premier beklagt eskalierende Kampfrhetorik der Türkei


News Redaktion
International / 05.10.22 01:00

Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis hat am Dienstag bei einem Treffen mit US-Abgeordneten "die extreme und eskalierende Kampfrhetorik" der Türkei gegenüber seinem Land sowie die Missachtung der griechischen Souveränität seitens der türkischen Regierung beklagt.

Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis hat am Dienstag bei einem Treffen mit US-Abgeordneten
Griechenlands Premier Kyriakos Mitsotakis hat am Dienstag bei einem Treffen mit US-Abgeordneten "die extreme und eskalierende Kampfrhetorik" der Türkei gegenüber seinem Land sowie die Missachtung der griechischen Souveränität seitens der türkischen Regierung beklagt. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/AP/Thanassis Stavrakis)

Griechenland werde aber keine Verletzung seiner Souveränität hinnehmen, erklärte Mitsotakis in Athen gegenüber einer Delegation des US-Repräsentantenhauses.

Der konservative Regierungschef (Nea Dimokratia/ND) bekräftigte gegenüber der Abordnung unter der Leitung des Vorsitzenden des US-Militärausschusses, Adam Smith, dass die Positionen Griechenlands auf dem Völkerrecht, dem Seerecht und den Grundsätzen der guten Nachbarschaft beruhten. Er betonte den festen Standpunkt seines Landes zugunsten von Konsultationen und Dialog.

Die Beziehungen der beiden Nachbarländer und NATO-Mitglieder sind derzeit auf einem Tiefpunkt. Neben Streitigkeiten um Erdgasvorkommen in der Ägäis ist Ankara aktuell die Militarisierung griechischer Inseln wie Lesbos und Samos ein Dorn im Auge.

Internationale Verträge von 1923 und 1947 bestimmen, dass die Inseln demilitarisiert sein sollen. Griechenland hat dort allerdings bereits seit Beginn des Zypernkonflikts im Jahr 1974 Militär stationiert - zur Selbstverteidigung, wie Athen betont, weil die Türkei an ihrer Westküste die grösste Landungsflotte Europas unterhalte. Athen wirft der Türkei vor, sie wolle die Souveränität Griechenlands über die Inseln in Frage stellen.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht
Schweiz

Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht "Abstimmen" üben

Schulfach "Abstimmen und Wählen": Die Zürcher Schülerinnen und Schüler sollen im Staatskunde-Unterricht mit fiktiven Abstimmungs- und Wahlunterlagen lernen, wie die direkte Demokratie funktioniert. Der Kantonsrat hat dazu am Montag ein Postulat der Mitte diskussionslos an den Regierungsrat überwiesen.

Bürgerliche erobern Mehrheit in Thuner Stadtregierung zurück
Schweiz

Bürgerliche erobern Mehrheit in Thuner Stadtregierung zurück

Die Thuner Stadtregierung ist wieder in bürgerlicher Hand. Bei den Gemeinderatswahlen am Sonntag verloren SP und Mitte die beiden frei werdenden Sitze an die SVP. Das gaben die Behörden am Sonntag bekannt.

Britischer Handel mit Japan bricht trotz Brexit-Handelspakt ein
Wirtschaft

Britischer Handel mit Japan bricht trotz Brexit-Handelspakt ein

Trotz eines Handelspakts mit dem asiatischen Land ist der Handel zwischen Grossbritannien und Japan nach dem Brexit eingebrochen. Das geht aus offiziellen Zahlen des Handelsministeriums hervor.

Bern stoppt Leader Genève-Servette
Sport

Bern stoppt Leader Genève-Servette

Der SC Bern erringt den ersten Sieg im dritten Spiel unter seinem neuen Trainer Toni Söderholm ausgerechnet mit einem 3:1 beim souveränen Leader Genève-Servette.