ESG führt laut EY-Studie zu Spannungen zwischen CEOs und Investoren


News Redaktion
Wirtschaft / 14.01.22 10:27

Mehr als drei von vier Konzernlenker halten ESG-Faktoren für "äusserst wichtig". Gemäss einer neuen Umfrage des Beratungsunternehmens EY führt dies in manchen Fällen aber zu Spannungen zwischen dem CEO und Investoren.

Nachhaltigkeitskriterien wie Umweltschutz, Gleichberechtigung etc. sind vielen Firmenchefs wichtig. Weil die Investoren aber häufig nichts von längerfristigen Investitionen in solche Themen wissen wollen, führt das zu Spannungen, wie eine neue Studie zeigt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/RALF HIRSCHBERGER)
Nachhaltigkeitskriterien wie Umweltschutz, Gleichberechtigung etc. sind vielen Firmenchefs wichtig. Weil die Investoren aber häufig nichts von längerfristigen Investitionen in solche Themen wissen wollen, führt das zu Spannungen, wie eine neue Studie zeigt. (Symbolbild) (FOTO: KEYSTONE/DPA/RALF HIRSCHBERGER)

Für die Erhebung wurden mehr als 2000 Geschäftsführer weltweit befragt. Dabei gaben rund zwei Drittel an, dass sie bei Investoren und Anteilseignern mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie auf Widerstand gestossen sind. Fast jeder vierte Konzernchef gab an, dass die Investoren gar keine Unterstützung für langfristige Investitionspläne zeigen würden oder nur auf vierteljährliche Erträge fixiert seien.

Der Fokus auf Nachhaltigkeit gehört zu den wichtigsten Themen der Unternehmensführer. Nur die digitale Transformation und organisches Wachstum werden höher gewichtet. Fast ein Drittel der befragten CEOs sieht einen Wettbewerbsvorteil, im Bereich Nachhaltigkeit führend zu sein.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in 99 Prozent der Firmenübernahmen eine Rolle. Viele CEOs wollen Nachhaltigkeit einkaufen. Bei der Umfrage gab jeder fünfte CEO an, sich mit Übernahmen und Zukäufen im ESG-Bereich verbessern zu wollen.

ESG steht für Environment, Social und Governance (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung). Der Begriff aus der Finanzwelt gewinnt in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung.

(sda)


Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

BAG meldet 39'769 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden
Schweiz

BAG meldet 39'769 neue Coronavirus-Fälle innerhalb von 24 Stunden

In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag innerhalb von 24 Stunden 39'769 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 14 neue Todesfälle und 176 Spitaleinweisungen.

Autistische Jugendliche in Genfer Heim misshandelt
Schweiz

Autistische Jugendliche in Genfer Heim misshandelt

In einem Schulheim für autistische Jugendliche im Kanton Genf soll es in den vergangenen Jahren zu Misshandlungen von Heimbewohnern durch Betreuer gekommen sein. Die Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet und Strafanzeige eingereicht.

Genfer Wahrzeichen Jet d'eau erinnert an tropische Krankheiten
Schweiz

Genfer Wahrzeichen Jet d'eau erinnert an tropische Krankheiten

Das Genfer Wahrzeichen, der Jet d'eau, wird am Sonntagabend anlässlich des dritten Welttags der vernachlässigten Tropenkrankheiten orange und violett beleuchtet. Er gehört damit zu den 100 Denkmälern oder Naturstätten in 32 Ländern, die bei dieser Aktion mitmachen.

Toyota bleibt grösster Autoverkäufer vor Volkswagen
Wirtschaft

Toyota bleibt grösster Autoverkäufer vor Volkswagen

Der japanische Toyota-Konzern hat beim globalen Absatz seinen Spitzenplatz verteidigt und seinen deutschen Rivalen Volkswagen auf Abstand gehalten.