Calida erleidet wegen Corona Gewinneinbruch


News Redaktion
Wirtschaft / 05.03.21 08:29

Calida hat im Coronajahr 2020 weniger umgesetzt und deutlich weniger Gewinn erzielt. Die Folgen der Pandemie haben dem Bekleidungsunternehmen mächtig zugesetzt. Calida konnte aber den Anteil an online verkauften Kleidern deutlich steigern und letztlich die Erwartungen der Analysten übertreffen.

Die Calidaläden waren 2020 wegen Corona längere Zeit geschlossen. Das Unternehmen aus Sursee LU konnte aber seinen Online-Handel ausbauen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Calidaläden waren 2020 wegen Corona längere Zeit geschlossen. Das Unternehmen aus Sursee LU konnte aber seinen Online-Handel ausbauen. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

In konkreten Zahlen: Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2020 um 10,6 Prozent auf 332,7 Millionen Franken, wie das in Sursee LU ansässige Unternehmen am Freitag mitteilte. Währungsbereinigt betrug der Rückgang 7,6 Prozent.

Auf Gewinnebene gelang es, nach Verlusten im ersten Halbjahr, das Ruder noch herumzureissen. So resultierte über das gesamte 2020 am Ende mit 13,2 Millionen Franken beim Betriebsertrag EBIT ein Plus, das deutlich über den Erwartungen der Analysten lag. Im Vergleich zum Vorjahr war der Betrag aber um 44 Prozent tiefer.

Unter dem Strich steht ein Gewinn von 5,9 Millionen, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn von 16,6 Millionen Franken verbucht wurde. Angesichts einer soliden finanziellen Basis will Calida 0,80 Franken an Dividenden ausschütten. Zusätzlich sollen die Aktionäre in den Genuss kommen, die für 2019 zurückgehaltene Dividende von 0,80 Franken zusätzlich als Sonderdividende zu erhalten.

Das Jahr hatte für das Unternehmen mit Hauptsitz in Sursee zunächst positiv begonnen, bevor im März mit Corona der Hammerschlag kam und die Calida-Läden über längere Zeit geschlossen waren. Damit war Calida mehr denn je auf seinen Online-Handel angewiesen. Die Pandemie dürfte das Wachstum im E-Commerce noch einmal beschleunigt haben.

In Zahlen bedeutet dies, dass das Online-Geschäft von Calida 2020 um 56 Prozent gewachsen ist. Damit machte der Umsatzanteil des E-Commerce inzwischen 21,7 Prozent der gesamten Verkäufe aus. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2019 lag der E-Commerce-Anteil noch bei 13 Prozent.

Zudem hätten eine vorausschauende Ausgabenpolitik sowie die vorübergehende Schliessung des stationären Handels zu einer Reduktion der Kostenbasis beigetragen, teilte Calida mit.

Der Blick auf das laufende Jahr fällt insgesamt positiv aus. Die mit der Pandemie noch stärker in den Fokus gerückte Digitalisierung will Calida vorantreiben und das Online-Geschäft weiter ausbauen. Zudem soll das Kerngeschäft Unterwäsche und Lingerie mit zeitnahen Investitionen organisch und anorganisch weiter gestärkt werden.

Gleichzeitig gab das Unternehmen aber zu bedenken, dass auch 2021 das marktwirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll und die Auswirkungen der Corona-Krise spürbar blieben.

Am 12. April 2021 soll zudem der bereits angekündigte CEO-Wechsel stattfinden und der scheidende CEO Reiner Pichler wird sein Amt an Nachfolger Timo Schmidt-Eisenhart übergeben.

(sda)


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