Auch Nidwaldner FDP entscheidet sich für Dreierticket


News Redaktion
Regional / 13.01.22 22:44

Die Nidwaldner FDP will im Regierungsrat einen dritten Sitz erobern. Sie hat neben dem bisherigen Regierungsrat Joe Christen auch die Oberdorfer Gemeindepräsidentin Judith Odermatt-Fallegger und Landrat Dominik Steiner aus Ennetbürgen nominiert.

Die Nidwaldner FDP traf sich für die Nominationen im Kollegi Stans. Gast war Bundesrätin Karin Keller-Sutter. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)
Die Nidwaldner FDP traf sich für die Nominationen im Kollegi Stans. Gast war Bundesrätin Karin Keller-Sutter. (Archivaufnahme) (FOTO: KEYSTONE/URS FLUEELER)

Die Nominationsversammlung, an der rund 130 Personen teilnahmen, hiess am Donnerstagabend im Kollegi Stans diesen Dreiervorschlag einstimmig gut, wie Parteipräsident Raphael Bodenmüller auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Der Buochser Gemeinderat Herbert Würsch, der sich ebenfalls für eine Regierungsratskandidatur zur Verfügung stellte, schied damit aus.

Mit dem Dreierticket reagierte die FDP auf Nominationen der SVP und der Mitte, die beide ebenfalls mit je einem Dreierticket antreten. Die Wählerinnen und Wähler hätten damit eine breite Auswahl, sagte Bodenmüller.

Die FDP stellt zur Zeit zwei der sieben Nidwaldner Regierungsmitglieder. Joe Christen, der dem Landwirtschafts- und Umweltdepartement vorsteht, ist seit 2018 im Amt und kandidiert für eine weitere Amtszeit. Finanzdirektor Alfred Bossard tritt bei den Gesamterneuerungswahlen vom 13. März nicht mehr an.

Die nun portierte Judith Odermatt-Fallegger ist 58 Jahre alt. Sie verfügt über Exekutiverfahrung, denn sie gehört seit 2012 dem Gemeinderat von Oberdorf an, den sie seit 2014 präsidiert. Vor der Geburt ihrer Kinder arbeitete sie im Mode-Detailhandel.

Dominik Steiner ist 48 Jahre alt, wohnt in Ennetbürgen und ist seit 2018 Mitglied des Landrats. Er arbeitete zunächst in der Maschinenindustrie und wechselte dann in die IT-Branche. Er verfügt über einen Abschluss als Wirtschaftsinformatiker und leitet in einem IT-Unternehmen die Kundenbetreuung.

Die Mitte nominierte für die Wahlen Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser, Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger sowie die Landrätin und Anwältin Therese Rotzer. Für die SVP kandidieren Bildungsdirektor Res Schmid, Gesundheits- und Sozialdirektorin Michèle Blöchliger sowie Landrat und Bauführer Armin Odermatt. Die Grünen verzichten auf eine Kandidatur. Eingabeschluss für die Kandidaturen ist am 24. Januar.

(sda)


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