250 Millionen Franken für Weiterentwicklung der Agglomeration Chur


News Redaktion
Schweiz / 12.04.21 11:23

Attraktive Zentren und verdichtetes, qualitativ hochwertiges Bauen an zentralen, gut erreichbaren Standorten: Das sind die Schwerpunkte des jüngsten Agglomerationsprogramms Chur, das Massnahmen in der Höhe von 250 Millionen Franken vorsieht.

Der Kanton will 250 Millionen Franken in die Infrastruktur der Agglomeration von Chur investieren. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ARNO BALZARINI)
Der Kanton will 250 Millionen Franken in die Infrastruktur der Agglomeration von Chur investieren. (Archivbild) (FOTO: KEYSTONE/ARNO BALZARINI)

Das Agglomerationsprogramm der 4. Generation betrifft die Regionen Imboden, Plessur und Landquart, wie der Kanton am Montag mitteilte. Das Kerngebiet reicht von Trin und Rhäzüns über Domat/Ems und Chur bis nach Landquart und Malans.

Die Planung zeigt die langfristig angestrebte Entwicklung der Siedlungen, der Landschaft und des Verkehrssystems auf. Dabei soll die Entwicklung der drei Bereiche sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.

Das Agglomerationsprogramm ist Voraussetzung für eine finanzielle Beteiligung des Bundes an der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in Städten und Agglomerationen.

Die wichtigsten Massnahmen sollen von 2024 bis 2028 umgesetzt werden. Der Kanton rechnet mit Kosten von 206 Millionen Franken. Für weitere Massnahmen in den Jahren 2028 bis 2032 sind weitere 44 Millionen veranschlagt.

Der Kanton will im ersten Ausbauschritt 48 Millionen Franken in den Fuss- und Veloverkehr investieren, 56 Millionen in den ÖV und 40 Millionen in den motorisierten Individualverkehr. Massnahmen, die den Gesamtverkehr betreffen, belaufen sich auf 61 Millionen Franken. Für eine Million Franken soll zudem die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Als Leuchtturmprojekt gilt eine durchgehende Alltags-Veloroute von Rhäzüns bis Maienfeld. Zudem sollen attraktive Abstellanlagen für Velos, insbesondere an Bahnhöfen, entstehen. Bahnhöfe werden in Domat/Ems, Chur West und Landquart zu Verkehrs-Drehscheiben ausgebaut.

Der Verkehr soll generell siedlungsverträglicher gestaltet werden. Mittel dazu sind Verkehrsverlagerungen, Dosierungs- und Lenkungsmassnahmen. Die Lebendigkeit von Orts- und Quartierzentren soll erhöht und ihre Funktion gestärkt werden.

Der Kanton will die bauliche Entwicklung der Agglomeration auf das Siedlungsgebiet beschränken und die urbane Entwicklung im Talboden konzentrieren. Ziel ist es, Kulturlandschaften zu erhalten und Naherholungsgebiete weiterzuentwickeln.

Das Agglomerationsprogramm Chur geht bis Mitte Mai in die öffentliche Mitwirkung. Die Eingabe des Programms beim Bund erfolgt im September 2021. Das Bundesparlament wird voraussichtlich im Sommer 2023 über die finanzielle Unterstützung entscheiden.

(sda)


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